Was fasziniert Sie am Schlagwerk und welche kreativen Möglichkeiten eröffnet es Ihnen?

Was mich schon immer fasziniert hat, ist diese unglaubliche Bandbreite. Wir haben damit so vielfältige Möglichkeiten – verschiedene Instrumente, verschiedene Klangfarben, verschiedene Spielarten und damit auch Zugang zu so vielen Musikstilen. Und diese Bandbreite gibt mir natürlich auch sehr grosse kreative Möglichkeiten beim Erarbeiten und Umsetzen neuer Projekte.

Was ist Ihre Mission als junger Musiker in der Welt der klassischen Musik? Für was stehen Sie und Ihr Schaffen?

Ich sehe mich selbst als Entwickler und Grenzgänger. Ich möchte unser Instrument, unser Repertoire und das Verständnis für unser Instrument weiterentwickeln. Doch es ist mir auch wichtig, dass ich mit meiner Musik ein breiteres Publikum ansprechen kann und als Bindeglied aus der klassischen Musik heraus wirken kann. Darum interessiere ich mich nicht nur für die Klassiker unseres Repertoires, sondern versuche mich auch immer wieder in ganz anderen Genres.

Sie haben in Ihrer jungen Karriere bereits ein grosses Repertoire für Perkussion in Auftrag gegeben und dabei mit renommierten Komponisten wie John Psathas, Avner Dorman, Serj Tankian und Arash Safaian zusammengearbeitet. Wie kann man sich diese Zusammenarbeit vorstellen?

Das ist bei jedem Komponisten, jeder Komponistin sehr unterschiedlich. Mit manchen arbeite ich sehr intensiv an der Idee des Werks, am Set-up, an neuen Kombinationen und Klangfarben und vieles mehr. Bei anderen gebe ich einfach meine Idee und was ich mir vorstelle und erhalte dann die fertige Partitur. Das in Auftrag geben von neuen Werken finde ich wichtig, da wir noch nicht so ein grosses Repertoire besitzen wie andere Instrumente. Aber ich finde es auch einfach sehr interessant mit Komponistinnen und Komponisten zu arbeiten, und das Erarbeiten neuer Projekte ist für mich extrem erfüllend.